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Wir bieten ein breites internistisches Spektrum an Diagnostik, Vorsorgeuntersuchungen und medizinischen Therapiemöglichkeiten.

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in zentraler Lage.“

Die richtige und gewissenhafte Prophylaxe kann vielen Erkrankungen vorbeugen – schauen Sie noch heute vorbei und vereinbaren Sie einen Beratungstermin!

„Ihre inneren

Werte zählen.“

Die beiden Fachärzte Dr. med. Scheding und Dr. med. Dammenhayn sind spezialisiert auf innere Medizin und hausärztliche Versorgung.

„Ihre inneren

Werte zählen.“

Dr. med. Schröder und Dr. med. Nehm sind Spezialisten für innere Medizin und Gastroenterologie.

Lactoseintoleranz

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen wurde eine Lactoseintoleranz festgestellt beziehungsweise es besteht der Verdacht darauf. Was müssen sie über diese Erkrankung wissen? Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Informationen zusammengestellt.

Definition:  
Die Lactoseintoleranz (andere Schreibweise: Laktoseintoleranz) ist eine Unverträglichkeit von Milchzucker (Lactose). Dabei ruft einer von vielen Bestandteilen der Milch, die Lactose, eine Unverträglichkeitsreaktion hervor.  Die Ausprägung der Unverträglichkeit ist im Einzelfall sehr unterschiedlich. Ursache für die Unverträglichkeit ist das Fehlen bzw. das ungenügende Vorhandensein des Enzyms Lactase (andere Schreibweise: Laktase) im Dünndarm. Dieses Enzym ist notwendig, um mit der Nahrung aufgenommene Lactose in seine beiden Bestandsteile aufzuspalten; nur dann kann es vom Körper aufgenommen und richtig weiterverarbeitet werden. Ist nun in der Dünndarmschleimhaut nicht genug Lactase vorhanden, gelangt der Michzucker unverdaut in den Dickdarm. Die dort in großen Mengen vorhandenen Bakterien benutzen die Laktose dann als Nahrung und zersetzen sie. Dabei entstehen in großen Mengen Darmgase und Säuren. Diese rufen im Darm eine Störung der normalen Tätigkeit hervor.


Symptome:
Durch die oben geschilderten Veränderungen entstehen in mehr oder weniger starker Ausprägung folgende Beschwerden:
• Blähungen
• Völlegefühl
• Durchfall
• Übelkeit
• Bauchschmerzen bis hin zu Koliken

Diagnosesicherung:
Da es weitere Erkrankungen gibt, die ähnliche oder gleiche Krankheitszeichen hervorrufen können, kann die Diagnose durch Messverfahren gesichert werden. Die einfachste und völlig harmlose Methode ist ein Atemtest, er beruht auf folgendem Prinzip: Die nicht aufgespaltene Lactose gelangt unverdaut in den Dickdarm. Bei der Zersetzung durch Dickdarmbakterien entsteht unter Anderem Wasserstoff. Dieser gelangt über die Darmwand in die Blutbahn und schließlich in die Lunge und wird von dort mit der verbrauchten Atemluft abgeatmet. Die Menge des Wasserstoffs in der Ausatemluft kann ganz einfach mit einem Messgerät bestimmt werden, allerdings dauert der Test bis zu 3 Stunden. In unserer Praxis verfügen wir selbstverständlich über ein solches  Messgerät.

Häufigkeit:
Die ganz große Mehrheit der Weltbevölkerung kann Lactose nach dem Säuglingsalter nicht mehr richtig verwerten, wobei es regionale große Unterschiede gibt. Dies ist die primäre Form der Laktoseintoleranz. Dabei geht die Aktivität des Enzyms Lactase nach dem Säuglingsalter immer mehr zurück, im hohen Lebensalter sogar  gegen Null. Bei uns in Mitteleuropa zum Beispiel leiden etwa 10–15% aller Menschen an einer stärker ausgeprägten Lactoseintoleranz, in Asien noch weit mehr.  
Davon unterschieden werden muss die sekundäre Laktoseintoleranz, bei der der Lactasemangel nur Begleiterscheinung einer anderen Dünndarmerkrankung ist (zum Beispiel Morbus Crohn, Zöliakie). Wenn es gelingt, diese Grunderkrankungen erfolgreich zu behandeln, kann sich auch die Lactoseintoleranz zurückbilden.

Komplikationen:   
Die Therapie der Lactosintoleranz ist das Vermeiden von Nahrungsmitteln, die Lactose enthalten,  also im Wesentlichen Milch- und Milchprodukte. Da diese Nahrungsmittel aber unser Hauptlieferant für das lebenswichtige Mineral Calcium sind, kann es im Verlauf der Erkrankung zu einem Calciummangel kommen. Calciummangel kann dann Ursache für eine Osteoporose sein (krankhafte Knochenbrüchigkeit).

Therapie:  
Die Therapie der Lactoseintoleranz hängt vom Schwerdegrad der Erkrankung ab. Dieser reicht von leichter bis hin zu völliger Lactoseunverträglichkeit. Oft treten Beschwerden erst dann auf, wenn mehr als 10 g Lactose aufgenommen werden. In Abhängigkeit vom Ausmaß der Unverträglichkeit besteht das Prinzip der Therapie also im individuell angepassten Vermeiden von lactosehaltigen Nahrungsmitteln. Wichtig dabei zu wissen ist, dass einzelne Lebensmittel, obwohl deren Inhalte aus verarbeiteten Michprodukten besten, trotz nachgewiesener Lactoseintoleranz vom Patienten gut vertragen werden.  So können  zum Beispiel häufig Sauermilchprodukte (Kefir, Joghurt usw.) problemlos verzehrt werden, weil die bei deren Herstellung entstehenden Milchsäurebakterien  dabei helfen, die Lactose im Dickdarm abzubauen. Auch Käse kann häufig gegessen werden, da bei seiner Herstellung je nach Produktionsverfahren der Michzucker durch Fermentation  bereits abgebaut wird.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen eine kurze Zusammenfassung wichtiger Nahrungsmitte hinsichtlich ihres Lactosegehaltes.

Lactosehaltige Nahrungsmittel

Lactosefreie Nahrungsmittel

Milch von Rind, Ziege, Schaf, Stute, Esel

„Milch“ pflanzlicher Herkunft: Soja, Kokos,  Mandel, Reis, L-Milch („Lactosefreie Milch“)


Käse, Schmelzkäse, Butter, Butterschmalz,

Molke, Sahne, Quark, Kefir

Alle Produkte aus lactosefreier Milch,

Hartkäse



Aufschnitt, Würstchen, Leberwurst Obst, Gemüse, Gewürze, Nüsse, Kräuter


Milchschokolade, Nutella, Milchspeiseeis,

Karamell, Nougat

Backwaren ohne Milchinhalt, Getreide, Reis,

Kartoffeln, Gries



Fertiggerichte (tiefgekühlt und in Dosen),

Instantprodukte, Gewürzmischungen, Pesto,

Ketchup, Dickungsmittel, Fertigpüree

Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier und Produkte

die nur daraus bestehen




Konfitüre, Gelee, Honig, Süßwaren ohne Milch

Die hier aufgeführte Zusammenstellung ist keinesfalls vollständig. Sehr viel umfangreicheres Informationsmaterial über den jeweiligen Lactosegehalt einzelner Nahrungsmittel und Speisen können ganz einfach und kostenlos im Internet oder auch bei Ihrer Krankenkasse bezogen werden.